Sie erfahren, welche nutzbare Speicherkapazität rechnerisch zu Ihrem Verbrauch passt und welche Größe nur noch Geld kostet.
01Verbrauch, Solarertrag und Ihren Abendbedarf eintragen
02Sehen, ob der Überschuss oder der Abendbedarf die Größe begrenzt
03Eine Spanne statt einer Scheingenauigkeit erhalten
SO WIRD GERECHNET
Der kleinere Wert aus regelmäßigem Solarüberschuss und verschiebbarem Abend- oder Nachtverbrauch begrenzt die sinnvoll nutzbare Kapazität.
SO LESEN SIE DAS ERGEBNIS
Das Ergebnis ist ein Korridor für die Angebotsprüfung. Ein Lastprofil und saisonale Erzeugungsdaten können die tatsächlich passende Größe verändern.
RECHENBEISPIEL MIT OFFENEN ANNAHMEN
So entsteht das Ergebnis
Diese frei gewählten Beispielwerte sind unabhängig von Ihren Eingaben. Sie werden mit demselben Rechenmodell wie der Rechner ausgewertet.
Beispielannahmen
Jahresstromverbrauch: 3.500 kWh
Erwarteter Solarertrag im Jahr: 5.500 kWh
Anteil des Verbrauchs außerhalb der Sonnenstunden: 55 %
Systemwirkungsgrad des Speichers: 90 %
Rechenweg
3.500 kWh × 55 % = 1.925 kWh Bedarf außerhalb der Sonnenstunden. Direkter Bedarf: 1.575 kWh; Überschuss: 3.925 kWh. Der kleinere Wert aus 1.925 kWh und 3.925 kWh × 90 %, geteilt durch 365, ergibt etwa 5,3 kWh nutzbare Kapazität im Jahresmittel.
Modellergebnisse für diese Beispielannahmen
Kennzahl
Ergebnis
Rechnerisch passende nutzbare Kapazität
5,27 kWh (Korridor: 4–6,5 kWh)
Bedarf außerhalb der Sonnenstunden je Tag
5,27 kWh
Speicherbarer Überschuss je Tag im Mittel
9,68 kWh
Direkt genutzter Solarstrom
1.575 kWh/Jahr
Überschuss nach direkter Nutzung
3.925 kWh/Jahr
Grenzen des Beispiels: Die ausgewiesene Spanne ist ein Orientierungskorridor aus Jahresmittelwerten. Im Winter kann der Speicher leer bleiben. Nutzbare Kapazität und Nennkapazität unterscheiden sich; keine Auslegungs- oder Autarkiegarantie.
DIE PASSENDE BERECHNUNG WÄHLEN
Anlagengröße, Speichergröße und Wirtschaftlichkeit unterscheiden
Diese vier Fragen brauchen unterschiedliche Eingaben. Wählen Sie den Rechner für Ihren nächsten Entscheidungsschritt.
Welche Leistung passt auf das Dach?
Dachfläche, Ausrichtung und Neigung ergeben eine Größenordnung mit PVGIS-Referenzwerten für die Mitte Deutschlands. Keine Standortprognose.
Der Verbrauch wird über den angegebenen Anteil in einen Bedarf innerhalb und außerhalb der Sonnenstunden geteilt. Direkt genutzter Solarstrom ist der kleinere Wert aus Jahresertrag und Bedarf innerhalb der Sonnenstunden. Was darüber hinaus erzeugt wird, ist Überschuss; davon steht nach Abzug der Speicherverluste der Anteil Wirkungsgrad zur Verfügung. Über den Speicher nutzbar ist der kleinere Wert aus diesem Betrag und dem Bedarf außerhalb der Sonnenstunden. Die empfohlene nutzbare Kapazität ist der kleinere der beiden Tageswerte: Tagesbedarf außerhalb der Sonnenstunden gegen täglich speicherbaren Überschuss, jeweils Jahresmenge geteilt durch 365. Das Ergebnis wird als Spanne von plus minus 20 Prozent auf halbe Kilowattstunden nach außen gerundet ausgegeben. Systemwirkungsgrad eines Heimspeichers: 89,3 bis 97 % nach HTW Berlin, Stromspeicher-Inspektion 2026 (März 2026, 12 Speichersysteme von 10 Herstellern, Systemwirkungsgrad der 10-kW-Klasse).
TooSolv Studio · Methodikstand: 06.09.2026Grenzen der Berechnung
Die Rechnung verwendet Jahresmittelwerte und keine Monats- oder Stundenwerte. Im Winter entsteht häufig gar kein Überschuss, dann bleibt der Speicher leer; im Sommer kann der Überschuss größer sein als hier im Mittel unterstellt. Unterstellt wird ein Lade- und Entladevorgang pro Tag. Bereitschaftsverbrauch des Speichers, Alterung, Entladetiefe und Abregelung sind nicht enthalten. Nutzbare Kapazität ist nicht dasselbe wie die vom Hersteller genannte Nennkapazität. Aus dieser Rechnung lässt sich keine Autarkie ableiten: Eine über das Jahr ausgeglichene Bilanz bedeutet nicht, dass im Winter Strom aus dem Speicher kommt. Deshalb weist der Rechner bewusst weder eine Autarkiequote noch einen Jahres-Netzbezug aus. Dieser Rechner bewertet keine Wirtschaftlichkeit; dafür gibt es den Stromspeicher-Rechner.
01Woher nehme ich den Anteil außerhalb der Sonnenstunden?+
Am verlässlichsten aus einer eigenen Messung: Lesen Sie den Zählerstand abends und morgens ab und rechnen Sie den nächtlichen Verbrauch hoch. Der Bericht „Nächtliche Grundlast finden“ beschreibt das Vorgehen. Eine Schätzung ins Blaue verfälscht das Ergebnis stärker als jede andere Eingabe.
02Warum bekomme ich eine Spanne statt einer Zahl?+
Weil das Modell aus vier Angaben rechnet und Ihr tatsächlicher Tagesverlauf davon abweicht. Eine Kapazität auf die Kommastelle genau anzugeben würde eine Genauigkeit behaupten, die diese Rechnung nicht hat.
03Ist ein größerer Speicher nicht immer besser?+
Nein. Sobald die Kapazität größer ist als der Bedarf außerhalb der Sonnenstunden oder als der verfügbare Überschuss, bleibt der zusätzliche Teil ungenutzt und kostet trotzdem Geld. Genau diese Grenze zeigt die Rechnung.
04Sagt das Ergebnis, ob sich ein Speicher lohnt?+
Nein. Hier geht es nur um die passende Größe. Ob sich die Anschaffung rechnet, hängt von Kaufpreis, Strompreis und entgangener Einspeisevergütung ab; das prüft der Stromspeicher-Rechner.